• Darrel Combs

Wo ist deine Zielscheibe?

Aktualisiert: 15. März 2018

Wo ist deine Zielscheibe?

Ich erinnere mich, als ich vor ein paar Jahren mit Bradford Keeney, PhD, einem anerkannten respektierten Schamane und Psychotherapeut getanzt habe. Der Schweiß tropfte und stand uns an der Stirn als wir uns die letzten Tage in ekstatischer Bewegung schüttelten und sangen. Bradford war völlig versunken in etwas Wundervolles, seine Beine pumpten und seine Stimme war geschmeidig wie Honig...


Wir suchen so oft diese Momente der spirituellen Höhe in der Hoffnung auf Frieden, Liebe und Stille. Wir beten, meditieren, singen, tanzen, huldigen und begeben uns auf rituelle Suche um erfüllt zu sein mit Spirit, verbunden mit dem Leben, der Gemeinschaft und dem Land. Wir richten das Ziel/den Fokus nach „außen“ an irgendeinen Ort oder Form. Aber wir wollen die Kontrolle immer noch haben, wir wollen den Fluss des Lebens leiten/führen.



...An diesem Tag, mit bebender Stimme einem Mix aus einem Lied, einer Predigt und eines Scherzes sagte Bradford zu mir: „Nimm einen Marker und male eine große, fette Zielscheibe auf deine Brust! Bitte die Big Love (Große Liebe) dich mit einem Pfeil mit n/om direkt in dein Bull´s Eye (in der Mitte der Zielscheibe) genau da wo dein Herz sitzt, zu treffen."

Ich liebte es mit „heyoka trickstern“ zu tanzen und am nächsten Tag machte ich genau das. Zuerst fühlte ich mich verunsichert und dann kam ich in die Hingabe. Ich ging raus, die Straßen von Budapest waren ein unbegrenzter Spielplatz. Ich war wie ein Kind an Weihnachten das vor lauter Vorfreude nicht ruhig stehen bleiben konnte. Nach kurzer Zeit hatten mich der Lärm der Stadt und die Eindrücke überwältigt und ich fühlte mich mehr wie ein rebellischer, ungeduldiger Teenager der herausfordernd sagte: „Komm, sehen wir mal ob du mich erwischen kannst und in die Mitte triffst…“


Ein ganzer Tag ging vorbei und es wurde spät. Ich gab meine spirituelle Suche auf und vergaß völlig auf die Zielscheibe auf meiner Brust. In diesem Moment kam ich zu einer Kathedrale oben auf einem Berg, fünf Minuten bevor ein Konzert starten sollte. Auf dem Plakat stand, dass es sich um ein Konzert eines Methodisten Gospel Chor aus Texas handelte. Es stellten sich mir die Nackenhaare auf und ich wusste, hier passiert etwas Magisches…


Ich setzte mich und die Tränen flossen mir über die Wangen als der riesige Chor „He Leadeth Me“ zu singen begann. Wisst Ihr, ich kam um Bradford zu sehen bevor ich meinen Vater besuchen würde. Mein Vater war ein Methodisten Pastor und Bezirks Superintendent, der nur zwei Stunden entfernt lebte, wo der Chor herkam. Mein Vater lag im Sterben und ich wollte von Ungarn aus zurück nach Oklahoma fliegen um mich von ihm zu verabschieden. Bradford meinte, ich sollte meinem Vater an seinem Sterbebett sein Lieblingslied (…„He Leadeth Me"!) singen. Auf keinen Fall würde ich das tun, dachte ich!


Nachdem ich auf vier Kontinenten gelebt habe und Sprachen spreche die nicht meine Muttersprache Englisch sind, fühlte ich mich plötzlich sehr weit weg von Zuhause. Speziell in diesem Moment dort in Budapest, Ungarn. Dieses Lied, das Lieblingslied meines Vaters, das Lied, dass ich für ihn singen wollte, gesungen von einem Methodisten Gospel Chor aus Texas, tausende Kilometern weit weg von Zuhause, öffnete das Tor zu meinem Herzen und machte mich weich. Weich genug für den Pfeil von n/om um mich zu durchbohren. Weich genug um mich an die Wurzeln meiner Kindheit zu erinnern. Weich genug um mich an das Charisma und den Glauben meines Vaters zu erinnern. Weich genug um durch die Straßen von Budapest gejagt von Spirit in eine magische Welt getragen zu werden. Die Grenzen meines Körpers schwanden und ich wurde in eine Welt in der Licht und Ton ein und das Selbe sind befördert. Lebendes Licht. Lebende Liebe.


Ich ging nach Hause und sang dieses Lied für meinen Vater und er starb nicht, er lebte. Dafür öffnete dieses Lied für uns alle den Raum WEIT. Ich werde diesen Moment niemals vergessen. Magisch.


Die Bewegung des Suchens bringt uns nicht an den Ort des Friedens und der Heilung. Es ist die Bewegung des Öffnens und der Hingabe. Werde die Zielscheibe. Ich fordere dich heraus mit dem „Trickster“ der dich mit dem Pfeil der Liebe treffen wird, zu tanzen.

Wo ist deine Zielscheibe?


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